Die Schriftart Verdana
Die meisten Schriftarten werden für den Druck entwickelt, Verdana bildet hier eine der grundlegenden Ausnahmen. Der Schriftgestalter Matthew Carter arbeitete diese „Sans Serif“-Schrift (französisch: ohne Streifen) speziell für die Darstellung am Bildschirm aus. Publiziert wurde der so genannte Screenfont als Teil des Paketes „Corefonts for the Web“ im Jahre 1996. Seitdem ist Verdana in allen folgenden Versionen der gängigsten Betriebssysteme, Textverarbeitungsprogramme und Webbrowser inkludiert und kostenlos für andere Systeme verfügbar. Besonderen Wert legte man bei der Entwicklung auf hohe Lesbarkeit, für die nicht nur die Form der Schrift, sondern auch der Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben entscheidend ist. Daher verlieh Carter Verdana breite Abstände und Proportionen. Dank dieser optimalen Lesbarkeit am Bildschirm auch bei kleinen Schriftgrößen erfreut sie sich besonders bei Webdesignern großer Beliebtheit.
Für ein stilistisch unregelmäßiges Schriftbild sorgt ein Gestaltungsfehler. Das hochgestellte Anführungszeichen ist nicht wie üblich nach rechts, sondern nach links ausgerichtet. Auch bei kombinierten Zeichen, die vor allem für kyrillische Schriftsätze relevant sind, weist Verdana einen Darstellungsfehler auf: diakritische Zeichen werden in Kombinationen wie zum Beispiel „ae“ über dem nachfolgenden Buchstaben angezeigt, statt über dem vorangegangenen. Das Problem wurde mit der neuesten Version behoben.
2006 nominierte BBC die Schriftart für den „Best of British Design Award“.
Für besondere Design-Anwendungen können wir die grafisch gestalteten Buchstaben-Cliparts von Bilderkiste.de empfehlen. Diese Buchstaben eignen sich vor allem zu Beginn eines neuen Absatzes, oder wenn man damit selbst gedruckte Grußkarten gestalten will.